Die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest


Bericht SoLa 21

Es ist Sonntag, der 25. Juli- Zwei Dutzend PfaderInnen machen sich von Beromünster aus auf den Weg ins Sommerlager nach Goldau im Kanton Schwyz. Sie sind Forscher von L3L, der grössten Forschungsliga des europäischen Kontinents, bestehend aus Universitäten der Länder Lettland, Luxemburg und Liechtenstein. Ihr Auftrag lautet, eine Quelle starker Gammastrahlung zu untersuchen und in sicherer Entfernung ein Camp zu errichten. Am grossen Teich angekommen, besteigen sie ihr gechartertes Forschungsschiff, die Diamant. Nach einer langen Überfahrt und einer Wanderung durch die Seenlandschaft erreichen sie schliesslich das Camp, welches sich noch von einem Hagelsturm der letzten Nacht erholt. Glücklicherweise steht schon ein grosser Teil der Infrastruktur und ein wetterfestes Dach ist garantiert- sie können sich also umgehend an die Arbeit machen.
Ausgerüstet mit Suchgeräten machten wir uns also auf die Suche nach der Strahlungsquelle. Auf einem der gigantischen Felsbrocken rund um das Camp entdeckten wir Marvin, einen gleichermassen fortschrittlichen wie deprimierten Roboter, welcher preisgab, dass er in der Nähe mit seinem Raumschiff abgestürzt war. Wir trafen die weitere Besatzung, einen Mann namens Zaphod Beeblebrox, welcher behauptete, Präsident der Galaxis zu sein, sowie seine Freundin Trillian. Auf der Suche nach einem Wahlslogan, der Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest, waren sie mit ihrem Raumschiff Herz aus Gold auf der Erde gestrandet. Da das Raumschiff vor uns verborgen war, beschlossen wir einen Deal mit Zaphod, die Reparatur seines Raumschiffs gegen die gesuchte Antwort, um nicht mit leeren Händen heimzukehren.


Die nächsten Tage waren wir also damit beschäftigt, die verstreuten Bestandteile der Herz aus Gold, den Unwahrscheinlichkeitsknopf, den Megamikrochip sowie den Kern, die goldene Querstange, welche dummerweise über dem höchsten Berg der Gegend ausgeworfen wurde, zu finden. Nach einem anstrengenden Aufstieg auf die Königin der Berge wurden wir mit einem fantastischen Sonnenuntergang belohnt. Die restliche Suche gestaltete sich schwierig, des Öfteren kamen sich die Forscher der verschiedenen Länder im Streit um Forschungsgelder in die Haare und auch Zaphod selbst behinderte unsere Anstrengungen, beispielsweise als nach einem Überbrückungsversuch das lokale Stromnetz zusammenbrach, was im Kerzligame ausartete. Schliesslich aber war die Herz aus Gold wieder bereit für den Start, welchen wir durch ein spontanes Unwetter aber leider verpassten.


Wir warteten also auf die Rückkehr von Zaphod und vertrieben uns die Zeit im Camp. Diverse PfaderInnen wurden getauft und Präses Marko Zuparic besuchte das Lager. Die Forscher konnten
auch anfangen, individuell das Wissen für ein Spezialitätenabzeichen zu erwerben. Zudem trafen nun auch die Wölfli, ein Dutzend eifrige Forschungspraktikanten, ein, um das Team zu verstärken.
Am Abend kehrte auch Zaphod zurück, dabei Deep Thought, einen genialen Supercomputer, welcher uns die Antwort geben sollte. Die Spannung liess sich kaum aushalten, schlug jedoch in Entsetzen um, als wir erfuhren, dass diese 42 lautete. Über einige Umwege fanden wir verwirrt heraus, dass die Erde selbst ein Computer ist, welcher kurz vor der Formulierung der zugehörigen Frage stand- jedoch soll sie in wenigen Tagen gesprengt werden, um einer Umfahrungsstrasse Platz zu machen. Während die Praktikanten einen Ausflug ins Alpamare unternahmen, versuchten die Forscher, in Zug bei der Crazy Challenge eine juristische Lösung zu finden. Als letzten Ausweg arrangierte Zaphod ein Treffen mit Vogon Jeltz, dem Kommandanten der Vogonen-Bauflotte, welcher uns mit einem seiner grauenhaften Gedichte quälte und entschied, die Erde nicht zu verschonen.
So kam es, das wir uns den Vogonen in einem finalen Kampf stellten. In verschiedenen Missionen musste das Vogonenschiff infiltriert, die Sprengvorrichtung deaktiviert und schliesslich ein Schutzschild über der Erde reaktiviert werden. All dies wurde von den Forschern erfolgreich gemeistert und die Erde war gerettet. Am Abend wurden beim Lagergericht die Vergehen der vergangenen zwei Wochen geahndet und nach einem strengen Abbau (und Tierpark-Ausflug) konnten wir schliesslich das traditionelle grosse Abschlussfeuer geniessen.


Wir blicken auf ein herausforderndes, aber tolles Lager zurück und möchten allen beteiligten Leitungspersonen und der Küchencrew herzlich danken, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre. Schon jetzt sitzen wir am nächsten Projekt, dem Bundeslager 2022, welches wir alle kaum mehr erwarten können. Allzeit bereit- wir freuen uns!


Übrigens, wer die spannende Geschichte um Zaphod, Trillian, Marvin und vielen anderen Charakteren selber nachlesen will, dem ist das Buch "per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams sehr zu empfehlen. Es gibt auch ein toll vertontes Hörbuch von "der Hörverlag".